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KFZ-Betrieb - Interview Kremer - Insolvenzen 2010

04. März 2010

Eine Krise bietet auch Chancen

Thomas Kremer im Gespräch mit Joachim von Maltzan, KFZ-Betrieb: 

Laut dem Geschäftsführer der Frankfurter Unternehmensberatung liegt die Kernursache für viele Autohausschieflagen mehr in den Marktfaktoren begründet als in den Fehlern der Unternehmen selbst.

Herr Kremer, was finden Sie meist vor, wenn Sie zu einer Sanierung eines Autohauses gerufen werden?

Sanierung ist natürlich ein weiter Begriff. Zum einem gibt es die Fälle, bei denen Häuser ein oftmals schon langfristiges Ertragsproblem wenigstens in einem Bereich haben, völlig unabhängig von Markt und Marke, aber immer noch Erträge erwirtschaften oder noch genügend Eigenkapital vorhanden ist. Diese Kunden kommen oft aus eigenem Antrieb oder durch Empfehlung über den Hersteller. Hier kann man in der Regel noch einiges gestalten.

 

Zum anderen gibt es Kunden, die wir mehr oder weniger durch Druck der Banken erhalten. Die Freiwilligkeit der Beauftragung ist selten gegeben und meist ist es hier oft auch spät, teilweise auch zu spät. Ferner steht man im Spannungsfeld, dass man Kunden berät, die sie eigentlich gar nicht beauftragen wollten. Zum Teil kommt man hier zueinander, zum Teil ist es eine schwierige Kundenbeziehung. Generell läuft man hier aber schon oft den Problemen hinterher.

Für beide Kundentypen gilt, dass man besser schon ein oder zwei Jahre früher gekommen wäre, dann ginge vieles leichter.

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