Anwesenheit allein reicht nicht immer aus: 28 Prozent ihrer Zeit, errechnete die Frankfurter Produktivitätsberatung b-k-p Consulting, verplempern Angestellte freitags mit unproduktiven Beschäftigungen wie Kollegentratsch. Dienstags oder mittwochs verbummeln die Mitarbeiter dergleichen nur die Hälfte der Zeit. b-k-p Geschäftsführer Thomas Kremer empfiehlt Büroarbeitern, sich an den Kollegen aus der Produktion ein Beispiel zu nehmen. In der Fertigung liege die Produktivität freitags genauso hoch wie an anderen Wochentagen. Derartige Berechnungen strengt sonst kaum jemand an in Deutschland. Erstaunlicherweise führen weder Statistikbehörden noch Arbeitgeberverbände oder die Betriebe selber Buch über ihre Produktivität nach Wochentagen.
Auch die Aufteilung von Telearbeit und Teilzeit bleibt hierzulande im Dunkeln. "Bei Tarifverhandlungen wird lang und breit über dreiprozentige Arbeitszeiterhöhungen debattier", sagt Kremer, "dabei könnte man viel mehr Produktivität erreichen, wenn an den Randtagen Montag und Freitag produktiver gearbeitet werden würde."
(Lesen Sie den vollständigen Artikel im Downloadbereich unter Lufthansa-Magazin 10/2008)