Die Lage sei ernst, die Stimmung zu gut. So beschrieb Rechtsanwalt Thomas Oberle, Partner der Kanzler Wellensiek in Heidelberg, auf einer Expertentagung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) Mitte März die Situation der Firmen in Deutschland. Die Kurzarbeit würde Schwachstellen der Betriebsführung verschleiern. Sie stünde einer eigentlich angesagten strategischen Neuausrichtung häufig im Wege. Es sei politisch unerwünscht, einen Insolvenzantrag zu stellen.
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Insbesondere Inhaber eines mittelständischen Familienbetriebes subventionieren häufig zu Lasten des eigenen Einkommens den Betrieb und verdecken Unrentabilitäten damit über einen längeren Zeitraum. Thomas Kremer, Geschäftsführer der b-k-p Consulting GmbH in Frankfurt, bestätigt: "Insbesondere wenn sich ein Betrieb schon über mehrere Generationen in der Hand der Familie befindet, investieren die Unternehmer noch ihr Tafelsilber." Bei Großbetrieben und Unternehmen mit einer Fremdgeschäftsführung offenbart sich die Unternehmenskrise früher, weil unkontrolliertes Zuschießen privater Ersparnisse nicht funktioniert.
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