Six Sigma: Definition, Six Sigma Belts und Methoden zur Prozessverbesserung
Lean Prozesse optimieren Kosten senken Jan 3, 2026 1:08:04 PM Thomas Kremer
Six Sigma ist heute eine der bekanntesten und wirkungsvollsten Management- und Verbesserungsmethoden zur Prozessoptimierung, Qualitätssteigerung und Fehlervermeidung. Unternehmen weltweit – vom Mittelstand bis zum Konzern – nutzen Six Sigma, um Abläufe systematisch zu verbessern, Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu erhöhen.
Als b-k-p Consulting begleiten wir Organisationen bei der Einführung, Umsetzung und Verankerung von Six Sigma und Lean Six Sigma – praxisnah, messbar und nachhaltig. In diesem umfassenden Blogartikel erfahren Sie alles, was Sie über Six Sigma wissen müssen: von der Definition über Vorteile und Herausforderungen bis hin zu den verschiedenen Belts, Werkzeugen, Praxisbeispielen und Erfolgsfaktoren.
Ziel dieses Artikels ist es, Ihnen einen vollständigen, SEO-optimierten Leitfaden an die Hand zu geben – ideal für Entscheider, Qualitätsmanager, Prozessverantwortliche und alle, die Prozesse systematisch verbessern möchten.
Was ist Six Sigma? – Definition und Bedeutung
Six Sigma ist eine datengetriebene Managementmethode zur statistischen Prozessverbesserung. Ziel ist es, Abweichungen zu reduzieren, Fehler pro Prozess zu minimieren und eine nahezu fehlerfreie Leistung zu erreichen.
Der Begriff „Six Sigma“ stammt aus der Statistik:
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„Sigma“ (σ) steht für die Standardabweichung
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„Six Sigma“ bedeutet, dass ein Prozess so stabil ist, dass maximal 3,4 Fehler pro einer Million Möglichkeiten (DPMO) auftreten
Ursprung von Six Sigma
Six Sigma wurde in den 1980er Jahren bei Motorola entwickelt. Später machte General Electric die Methode weltweit bekannt und bewies eindrucksvoll, dass strukturierte Prozessverbesserung direkten Einfluss auf Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit hat.
Heute ist Six Sigma branchenübergreifend etabliert – in Industrie, Dienstleistung, Logistik, IT, Gesundheitswesen und Verwaltung.
Ziel von Six Sigma
Das übergeordnete Ziel von Six Sigma ist es,
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Prozesse zu optimieren
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Fehler systematisch zu identifizieren und zu eliminieren
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Qualität messbar zu verbessern
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Kosten durch Vermeidung von Nacharbeit und Ausschuss zu senken
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Prozesse kontinuierlich zu verbessern
Im Mittelpunkt steht dabei immer der Kunde und seine Anforderungen (Voice of the Customer).
„Six Sigma bedeutet, die Ursachen von Fehlern zu beseitigen, nicht nur deren Symptome.“
- Thomas Kremer, b-k-p Consulting
Six Sigma Methodik: Der DMAIC-Zyklus
Das Herzstück von Six Sigma ist der DMAIC Zyklus. Er beschreibt den strukturierten Ablauf jedes Six-Sigma-Projekts.
1. Define (Definieren)
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Definition des Problems
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Festlegung der Projektziele
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Identifikation der Kundenanforderungen
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Abgrenzung des Prozesses und Projektumfangs
Werkzeuge:
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SIPOC-Diagramm
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Projektauftrag (Project Charter)
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Stakeholder-Analyse
2. Measure (Messen)
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Erhebung relevanter Prozessdaten
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Definition von Kennzahlen
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Analyse des Ist-Zustands
Werkzeuge:
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Prozesslandkarten
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Messsystemanalyse (MSA)
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Datenerhebung
3. Analyze (Analysieren)
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Analyse der Ursachen für Abweichungen und Fehler
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Identifikation der Hauptursachen
Werkzeuge:
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Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa)
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Pareto-Analyse
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Hypothesentests
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statistische Analyse
4. Improve (Verbessern)
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Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen
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Optimierung des Prozesses
Werkzeuge:
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Kreativitätstechniken
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Versuchsplanung (DOE)
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Prozesssimulation
5. Control (Steuern)
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Sicherstellung nachhaltiger Ergebnisse
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Standardisierung der neuen Abläufe
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Überwachung der Prozessleistung
Werkzeuge:
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Kontrollpläne
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Regelkarten
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Schulung der Mitarbeiter
Lean Six Sigma – Die Verbindung von Effizienz und Qualität
Lean Six Sigma kombiniert die Stärken von Lean Management und Six Sigma:
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Lean Management: Fokus auf Verschwendungsreduktion und Durchlaufzeit
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Six Sigma: Fokus auf Qualität, Stabilität und Fehlerreduktion
Durch Lean Six Sigma werden Prozesse nicht nur fehlerfrei, sondern auch schneller und effizienter.
Typische Lean-Prinzipien:
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Wertstromanalyse
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5S
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Kaizen
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kontinuierliche Verbesserung
Die Six Sigma Belts – Level und Rollen
Six Sigma nutzt ein strukturiertes Qualifizierungssystem, das sich an Belts (Gürteln) orientiert.
Yellow Belt
Der Six Sigma Yellow Belt vermittelt Grundlagenwissen:
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Verständnis der Six Sigma Methode
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Mitarbeit in Projekten
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Unterstützung bei Datenerhebung und Analyse
Ideal für:
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Mitarbeitende
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Fachkräfte
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Projektteam-Mitglieder
Green Belt
Der Six Sigma Green Belt ist operativ tätig:
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Leitung kleinerer Six-Sigma-Projekte
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Anwendung statistischer Werkzeuge
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Prozessverbesserung im eigenen Bereich
Green Belts sind oft zentrale Treiber von Prozessverbesserung im Unternehmen.
Black Belt
Der Six Sigma Black Belt ist Experte für Six Sigma:
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Leitung komplexer Projekte
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Coaching von Green Belts
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Tiefgehende statistische Analysen
Black Belts arbeiten häufig bereichsübergreifend und strategisch.
Master Black Belt
Der Master Black Belt ist die höchste Qualifikationsstufe:
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Methodische Weiterentwicklung
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Schulung und Mentoring
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Strategische Verankerung von Six Sigma
Master Black Belts unterstützen das Management bei der nachhaltigen Implementierung.
Vorteile von Six Sigma
Six Sigma bietet zahlreiche Vorteile:
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Effizienzsteigerung
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Reduzierung von Fehlern pro Prozess
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Höhere Prozessstabilität
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Verbesserte Kundenzufriedenheit
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Transparente Kennzahlen
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Nachhaltige Prozessoptimierung
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Messbare finanzielle Einsparungen
Unternehmen, die Six Sigma konsequent anwenden, berichten von erheblichen Produktivitäts- und Qualitätsgewinnen.
Herausforderungen bei der Einführung von Six Sigma
Trotz der Vorteile gibt es Herausforderungen:
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Hoher Schulungsaufwand
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Widerstände im Change Management
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Datenqualität und Datenverfügbarkeit
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Fehlende Management-Unterstützung
Eine erfolgreiche Einführung erfordert:
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Klare Zielsetzung
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Schulung und Training
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Nachhaltige Verankerung
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Unterstützung durch erfahrene Berater

Six Sigma Werkzeuge im Überblick
Typische Werkzeuge:
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statistische Analyse
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Regelkarten
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Prozessfähigkeitsanalysen
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Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA)
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Hypothesentests
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Analyse von Abweichungen
Diese Werkzeuge ermöglichen fundierte Entscheidungen auf Basis von Daten – nicht von Bauchgefühl.
Praxisbeispiel: Six Sigma in der Prozessoptimierung
Ein typisches Beispiel:
Ein Unternehmen hat hohe Fehlerquoten in einem Produktionsablauf. Mithilfe von Six Sigma wird der Prozess analysiert, die Hauptursachen identifiziert und systematisch beseitigt. Ergebnis:
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Fehlerquote sinkt um 70 %
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Durchlaufzeit reduziert sich
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Kundenzufriedenheit steigt

Six Sigma und nachhaltige Verbesserung
Six Sigma ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Ansatz für kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung. Durch standardisierte Abläufe und Kontrolle bleiben Erfolge langfristig erhalten.
Warum b-k-p Consulting der richtige Partner für Six Sigma ist
Als erfahrene Beratung unterstützen wir Sie bei:
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Einführung von Six Sigma und Lean Six Sigma
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Schulung
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Projektbegleitung
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Strategischer Prozessoptimierung
Unser Ansatz ist praxisnah, messbar und auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet.
Fazit
Six Sigma ist eine bewährte Methode zur systematischen Prozessverbesserung. Durch klare Strukturen, statistische Analyse und konsequente Umsetzung lassen sich Qualität, Effizienz und Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern.
Unternehmen, die Six Sigma erfolgreich einsetzen, sichern sich langfristige Wettbewerbsvorteile.
Wenn Sie Ihre Prozesse optimieren, Fehler vermeiden und Effizienz steigern möchten, ist Six Sigma der richtige Weg – und b-k-p Consulting Ihr starker Partner dabei.
Thomas Kremer
Thomas Kremer ist Gründer und geschäftsführender Partner der Managementberatung b-k-p. Seit über zwei Jahrzehnten begleitet er Unternehmen erfolgreich bei strategischen und operativen Transformationsprozessen. Als Präsident des renommierten Wirtschaftsclubs Rhein-Main e.V. lebt er seine Leidenschaft für Netzwerkaufbau und den Austausch auf Augenhöhe.
